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MäRKTE-TRENDS
MMI/ks
Importpreise 2006: + 5,2% gegenüber 2005

Der Index der Einfuhrpreise ist nach Mitteilung des Statistischen Bundes­amtes im Jahresdurchschnitt 2006 gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen (+ 5,2%). Dies ist die höchste Jahresteuerungsrate seit dem Jahr 2000, als sich die Importpreise um 10,1% erhöht hatten. Im Jahr 2005 waren sie um 4,3% gestiegen.
Die Entwicklung der Einfuhrpreise war im Jahresverlauf geprägt von zum Teil kräftigen Preisanstiegen in den ersten beiden Jahresdritteln – so betrugen die monatlichen Preissteigerungen im Januar 0,9%, im April 1,3% und im Juli 1,2% – sowie von rückläufigen Preisen ab September.
Im Jahresdurchschnitt 2006 stiegen die Preise für Importe aus dem Nicht-Euro-Gebiet (+ 5,8%) etwas stärker als aus dem Euro-Gebiet (+ 4,1%). Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich im Laufe des Jahres 2006 vor allem die Einfuhrpreise für Rohstoffe und Halbwaren verteuerten, die überwiegend aus Ländern außerhalb der Euro-Zone eingeführt werden.
Im Durchschnitt des Jahres 2006 betrug der Preisanstieg für importierte Rohstoffe 22,2% und für Halbwaren 20,1%. Bemerkenswert waren in diesem Zusammenhang die Preisentwicklungen für wichtige Primärenergieträger einerseits und für Metallerze andererseits:
Bei den Energierohstoffen verteuerte sich im Jahresdurchschnitt 2006 importiertes Rohöl gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 19,5%. Dabei stiegen die Einfuhrpreise ab Jahresbeginn kontinuierlich an und erreichten im August ein neues Rekordniveau. Seitdem führte eine spürbare Entspannung auf den Weltmärkten zu deutlichen Preisnachlässen, im Dezember 2006 wurde Erdöl bereits billiger importiert als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (– 1,5%).
Nachdem die Preise für importiertes Erdgas bereits im Vorjahr kräftig gestiegen waren (2005 gegenüber 2004: + 38,1%), erhöhten sie sich auch im Jahr 2006 deutlich (+ 34,4% gegenüber 2005).
Der anhaltende Wirtschaftsboom in Ost- und Südasien sorgte auch im Jahr 2006 für eine große Nachfrage nach wichtigen Rohstoffen für die Metallerzeugung. Dies führte zu steigenden Einfuhrpreisen insbesondere für Nicht-Eisen-Metallerze (2006 gegenüber 2005: + 34,1%) und bei Eisenerzen (+ 12,2%). Auch die in der Metallverhüttung vielfach eingesetzte Importsteinkohle verteuerte sich weiter (+ 8,6%).
Im Dezember 2006 stieg der Einfuhrpreisindex im Vorjahresvergleich um 2,2%. Im November und im Oktober 2006 hatte die Jahresveränderungsrate + 2,8% beziehungsweise + 3,0% betragen.
Auch im Dezember 2006 ist – wie schon in den Vormonaten – die anhaltende Verteuerung der Nicht-Eisen-Metallerze (+ 21,9% gegenüber Dezember 2005) und der Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug (+ 32,5%) die wesentliche Ursache für den Anstieg der Einfuhrpreise im Vorjahresvergleich. Bei den Nicht-Eisen-Metallen verteuerte sich vor allem Rohkupfer (+ 33,3%). Auch für Rohaluminium mussten die Importeure im Vergleich zum Dezember 2005 mehr bezahlen (+ 17,3%).
Der Energiebereich hatte dagegen im Dezember 2006 einen geringeren Einfluss auf die Jahresteuerungsrate. Gegenüber dem Vorjahr war eine Preissteigerung von 1,9% zu verzeichnen. Mineralölerzeugnisse wurden um 4,3% billiger. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Dezember 2006 um 2,7% höher als vor einem Jahr.
Billiger als vor einem Jahr waren dagegen unter anderem elektronische Bauelemente (– 14,4%) und Datenverarbeitungs­geräte und -einrichtungen (– 22,3%).
Gegenüber November 2006 fiel der Einfuhrpreisindex um 0,3%. Die Energiepreise gaben um 0,2% nach. Die Einfuhr von Erdgas verbilligte sich weiter (– 1,3%, November 2006: – 0,4%; Oktober 2006: + 0,1%, September 2006: + 1,3%). Bei den Nicht-Eisen-Metallen setzte sich der Preisrückgang bei Rohkupfer (– 7,0%) fort, dagegen stiegen die Preise für Rohaluminium um 1,6%. Rohes Erdöl verteuerte sich um 0,5% (nach – 2,2% im November und – 6,6% im Oktober 2006). Auch Mineralölerzeugnisse wurden im Vormonats­vergleich wieder teurer eingeführt (+ 0,3%).
Die deutschen Exporteure konnten auf den Auslandsmärkten im Jahr 2006 etwas größere Preiserhöhungen realisieren als im Vorjahr: Der Index der Ausfuhrpreise stieg gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2005 um 2,3% (2005: + 1,3%). Exporte in Länder der Euro-Zone verteuerten sich dabei um durchschnittlich 2,9% und in Nicht-Euro-Länder um 2,0%.
Im Dezember 2006 lag der Index der Ausfuhrpreise um 2,4% höher als im Dezember 2005. Im November und im Oktober 2006 hatte die Jahresveränderungsrate + 2,6% beziehungsweise + 2,5% betragen. Gegenüber November 2006 veränderte sich der Ausfuhrpreisindex kaum (– 0,1%).

Weitere Auskünfte gibt:
Marion Knauer,
Telefon: (0611) 75-2302,
E-Mail:
aussenhandelspreise@destatis.de  


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 News - 22.05.2013
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