Dr. Peter-Alexander Wacker ist der "Familienunternehmer des Jahres 2006". Mit dieser Auszeichnung, die zum dritten Mal vom Wirtschaftsmagazin 'impulse' und der Intes Akademie für Familienunternehmen verliehen wird, würdigt die Jury die wegweisende unternehmerische Leistung des Vorstandsvorsitzenden der Wacker Chemie AG.
"Wacker hat vorgeführt, wie eine Familie mit Geschick und Hartnäckigkeit ein Unternehmen zurückgewinnt und auf einen erfolgreichen Wachstumskurs führt", begründet Professor Peter May, Gründer der Bonner Intes Akademie und Vorsitzender der achtköpfigen Experten-Jury, das Urteil. Der Preis "Familienunternehmer des Jahres" wird am 7. November im Rahmen einer Feierstunde auf Schloss Bensberg übergeben. Im vergangenen Jahr wurde Michael Stoschek, Inhaber der Brose-Gruppe, ausgezeichnet. 2004 war Maria-Elisabeth Schaeffler (INA-Schaeffler-Gruppe) die Familienunternehmerin des Jahres.
Dr. Peter-Alexander Wacker, Urenkel des Firmengründers Alexander Wacker, hat seit seiner Ernennung zum Sprecher der Geschäftsführung im Jahr 2001, (seit 2005 mit der Umwandlung zur AG Vorstandsvorsitzender) tief greifende Veränderungen eingeleitet. "Heute hat das Unternehmen eine neue Eigentümerstruktur, eine neue Rechtsform und zeigt eine deutlich verbesserte Performance im Markt", betont 'impulse'-Herausgeber Dr. Klaus Schweinsberg.
Nachdem im vergangenen Jahr mit der Ausbezahlung des Joint-Venture-Partners Hoechst die vollständige Rückführung des Unternehmens in Familienbesitz gelang, sammelte die Wacker AG im April 2006 bei ihrem erfolgreichen Börsenstart rund 1,2 Milliarden Euro ein: Der gewichtigste Börsengang seit dem Postbank-Debüt 2004. Im vergangenen Jahr setzte der Konzern mit rund 14.400 Mitarbeitern 2,8 Milliarden Euro um, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug 261 Millionen Euro.
Mit dem Kapital aus dem Börsengang plant die Wacker AG in den nächsten Jahren kräftig zu investieren. So entsteht in Singapur in einem Gemeinschaftsprojekt mit dem koreanischen Konzern Samsung für 500 Millionen Dollar eine Fabrik für so genannte 300-Millimeter-Wafer (Vorstufe für Computerchips). In China baut Wacker zusammen mit der US-Firma Dow Corning ein Werk für Silikon-Produkte im Gesamtwert von 600 Millionen Dollar. Im Stammwerk Burghausen schließlich werden in zwei Etappen die Produktionsanlagen für Polysilizium, ein zentraler Stoff für die Solarenergie-Branche, erweitert. Das 500-Millionen-Euro-Projekt schafft 370 neue Arbeitsplätze.
Neben wirtschaftlichem Erfolg steht für Dr. Peter-Alexander Wacker aber auch soziales Engagement im Vordergrund. Ein Hilfsfonds betreut Tsunami-Opfer in Asien, Schulen und Universitäten erhalten finanzielle Mittel, die Aktion "Jugend forscht" bekommt kräftige Unterstützung. Für sein breites gesellschaftspolitisches Engagement hat Wacker eine kurze, aber präzise Begründung: "Erfolg verpflichtet."
Der Intes/'impulse'-Preis wird jedes Jahr an einen Familienunternehmer vergeben, der sein Unternehmen durch strategische Weichenstellungen nachhaltig gestärkt hat, insbesondere mit Blick auf profitables Wachstum und den Erhalt der Firma in Familienbesitz.
Das Projekt wird unterstützt von der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU/BJU), der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der 'Financial Times Deutschland', der Hannover Finanz Gruppe, Hauck & Aufhäuser Privatbankiers, dem Bankhaus JPMorgan