Die saisonbereinigte Industrieproduktion fiel in der Eurozone im Oktober 2006 im Vergleich zum Vormonat um 0,1%. Im September war die Produktion um 1,1% zurückgegangen, im August hatte sie um 1,6% zugelegt. In der EU25 ging die Produktion im Oktober 2006 ebenfalls um 0,1% zurück, nachdem sie im September um 0,6% gesunken und im August um 1,1% gewachsen war.
Gegenüber demselben Monat des Vorjahres stieg die Industrieproduktion im Oktober 2006 in der Eurozone um 3,6% und in der EU25 um 3,4%.
Diese Schätzungen stammen von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften.
Monatsvergleich
Gegenüber dem Vormonat stieg die Produktion von Vorleistungsgütern im Oktober 2006 sowohl in der Eurozone als auch in der EU25 um 0,5%. Die Verbrauchsgüterproduktion legte in beiden Gebieten um 0,3% zu. Bei den Gebrauchsgütern stieg der Wert in der Eurozone um 0,1% und in der EU25 um 0,3%. Die Erzeugung von Investitionsgütern ging in beiden Wirtschaftsräumen um 0,8% zurück. Für den Energiebereich ergab sich ein Rückgang um 1,7% in der Eurozone und um 2,0% in der EU25.
Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten im Oktober 2006 zwölf eine steigende und neun eine sinkende Industrieproduktion. Die kräftigsten Zuwächse verzeichneten Dänemark (+3,5%), Griechenland (+2,2%), Belgien und Estland (beide +1,6%), die stärksten Rückgänge Finnland (-2,6%), Litauen (-2,1%), die Niederlande (-1,8%) und Irland (-1,4%).
Jahresvergleich
Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Produktion von Vorleistungsgütern im Oktober 2006 in der Eurozone um 5,1% und in der EU25 um 5,0%. Bei den Gebrauchsgütern nahmen die Werte um 4,8% bzw. 6,8% zu. Die Erzeugung von Investitionsgütern nahm in der Eurozone um 4,2% und in der EU25 um 4,9% zu. Bei den Verbrauchsgütern ergab sich ein Wachstum um 2,2% bzw. 2,1%. Im Energiebereich war ein Rückgang um 0,4% in der Eurozone und um 2,2% in der EU25 festzustellen.
Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten im Oktober 2006 neunzehn eine steigende und zwei eine sinkende Industrieproduktion. Die kräftigsten Zuwächse verzeichneten Polen (+12,3%), die Slowakei (+11,1%), die Tschechische Republik (+8,7%) und Slowenien (+8,3%); zu einem Rückgang kam es nur in Finnland (-0,8%) und den Niederlanden (-0,5%).