Nach ersten Schätzungen ergab sich für die Eurozone im September 2006 ein Überschuss von 2,0 Mrd. Euro im Handel mit der übrigen Welt, gegenüber +1,3 Mrd. im September 2005. Im August 20062 hatte der Saldo -5,4 Mrd. und im August 2005 -2,9 Mrd. betragen. Im September 2006 nahmen die Ausfuhren im Vergleich zum August 2006 saisonbereinigt um 2,0% zu, während die Einfuhren um 0,1% abnahmen.
Für die EU25 ergab sich nach ersten Schätzungen im September 2006 ein Defizit von 13,4 Mrd. Euro gegenüber -9,5 Mrd. im September 2005. Im August 20062 war ein Saldo von -21,3 Mrd. und im August 2005 von -14,7 Mrd. verbucht worden. Im September 2006 nahmen die Ausfuhren im Vergleich zum August 2006 saisonbereinigt um 1,6% zu, während die Einfuhren um 1,7% abnahmen.
Diese Daten werden von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, veröffentlicht.
Detaillierte Ergebnisse für die EU25 für Januar bis August 2006
Beim Handel mit Energie nahm das Defizit stark zu (-190,4 Mrd. Euro von Januar bis August 2006 gegenüber
-137,4 Mrd. im gleichen Zeitraum des Vorjahres), während zugleich im Handel mit chemischen Erzeugnissen (+51,3 Mrd. gegenüber +45,5 Mrd.) und mit Maschinen und Fahrzeugen (+69,9 Mrd. gegenüber +66,6 Mrd.) die Überschüsse anstiegen.
Der Handel der EU25 mit den wichtigsten Partnerländern nahm zu. Zu den kräftigsten Zuwächsen kam es bei den Ausfuhren nach China und Russland (jeweils +22% von Januar bis August 2006 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres), nach Kanada (+17%) und in die Türkei (+16%) sowie bei den Einfuhren aus Russland (+35%), Norwegen (+31%), China (+21%) und Indien (+19%).
Der Handelsbilanzüberschuss der EU25 gegenüber den USA erhöhte sich (+59,3 Mrd. Euro von Januar bis August 2006 gegenüber +54,8 Mrd. im gleichen Zeitraum des Vorjahres), verringerte sich jedoch gegenüber der Schweiz (+9,2 Mrd. gegenüber +11,2 Mrd.). Das Handelsbilanzdefizit der EU25 wuchs erheblich gegenüber China (-78,2 Mrd. gegenüber -65,1 Mrd.), Russland (-50,8 Mrd. gegenüber -33,9 Mrd.) und Norwegen (-29,5 Mrd. gegenüber
-19,5 Mrd.) und geringfügig gegenüber Japan (-21,3 Mrd. gegenüber -19,7 Mrd.).
Was den Handel der einzelnen Mitgliedstaaten angeht, so erzielte Deutschland den höchsten Überschuss (+100,2 Mrd. Euro im Zeitraum Januar-August 2006), gefolgt von den Niederlanden (+22,7 Mrd.), Irland (+22,0 Mrd.) und Schweden (+11,8 Mrd.). Das Vereinigte Königreich verbuchte das größte Defizit (-87,0 Mrd.), gefolgt von Spanien (-57,1 Mrd.), Frankreich (-24,5 Mrd.), Griechenland (-22,2 Mrd.) und Italien (-15,9 Mrd.).