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MMI/ks
Importpreise Juni 2006: + 5,6% gegenüber Juni 2005

Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im Juni 2006 um 5,6% über dem Vorjahresstand. Im Mai und im April 2006 hatte die Jahresveränderungsrate + 7,5% beziehungsweise + 6,9% betragen. Der Rückgang der Jahresteuerungsrate beruht auf einem Basiseffekt: Die im Juni 2005 beobachteten starken Preissteigerungen (+ 1,6% gegenüber Mai 2005) gehen nicht mehr in die Berechnung der Vorjahresrate ein.

Die anhaltende Verteuerung der Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug um 49,2% gegenüber Juni 2005 sowie die Preissteigerungen bei Energie (+ 27,0%) sind nach wie vor die wesentlichen Ursachen für den Anstieg der Einfuhrpreise im Vorjahresvergleich. Bei den Nicht-Eisen-Metallen und deren Halbzeug verteuerte sich vor allem Rohkupfer (+ 102,8%). Im Energiebereich musste wie schon im Vormonat besonders für Erdgas mehr bezahlt werden (+ 41,8%). Für rohes Erdöl erhöhten sich die Importpreise im Juni 2006 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 24,7%. Die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen um 23,9%. Hier verteuerte sich im Vorjahresvergleich vor allem Motorenbenzin (+ 32,6%). Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Juni 2006 um 3,6% höher als im Vorjahr.

Erhebliche Preissteigerungen gegenüber Juni 2005 wurden unter anderem auch bei folgenden Gütern festgestellt: Rohaluminium (+ 38,9%) und Nicht-Eisen-Metallerze (+ 29,7%). Billiger als vor einem Jahr waren dagegen unter anderem elektronische Bauelemente (- 20,3%) und Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (- 17,2%).

Gegenüber Mai 2006 ging der Einfuhrpreisindex um 0,2% zurück. Insbesondere für Importe von Edelmetallen und deren Halbzeug fielen die Preise (- 11,1% nach + 6,7% im Mai 2006). Nicht-Eisen-Metallerze verbilligten sich im Juni 2006 um 6,6%, nachdem sie sich in den Vormonaten noch stark verteuert hatten (Mai: + 10,4%, April: + 11,1%). Auch die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug sanken im Vormonatsvergleich (- 4,3% nach + 7,5% im Mai und + 10,4% im April 2006). Besonders Rohkupfer wurde hier deutlich billiger (- 9,2% nach + 19,9% im Mai und + 22,3% im April 2006). Bei Rohöl- und Erdgasimporten war dagegen im Vergleich zum Vormonat eine leichte Preissteigerung zu verzeichnen (jeweils + 0,5%); Mineralölerzeugnisse verteuerten sich im Durchschnitt um 0,9% (nach - 1,1% im Mai und + 8,4% im April 2006).

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Juni 2006 um 2,5% höher als im Juni 2005. Im Mai und im April 2006 hatte die Jahresveränderungsrate + 2,7% beziehungsweise + 2,4% betragen. Gegenüber Mai 2006 veränderte sich der Ausfuhrpreisindex nicht.

Weitere Auskünfte gibt:
Marion Knauer,
Telefon: (0611) 75-2302,
E-Mail:
aussenhandelspreise@destatis.de


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 News - 26.05.2013
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